Niedrigzins: Was passiert wenn…?

In den letzten Monaten werde ich auch immer häufiger gefragt, ob nach meiner Einschätzung der aktuelle Zins in den nächsten Jahren auf dem jetzigen niedrigen Niveau bleiben wird.

Ich finde eine passende Antwort sehr schwer, hängt die weitere Zinsentwicklung doch von so vielen einzelnen schwer abschätzbaren Faktoren ab. Aber reizvoll ist es, dieses Szenario einmal durchzuspielen. Also, was wäre, wenn der Zins längerfristig auf diesem Zinsniveau verharren sollte?

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Ein Epilog zum Digitalisierungshype

Auch wenn man es anhand der Kommentare auf meinem Blog nicht erkennen kann, hat mein letzter Artikel zum Thema „Digitalisierungshype“ durch viele direkte E-Mail Antworten zu einer für mich erstaunlich großen Resonanz geführt. Insoweit möchte ich das Thema  noch einmal aufgreifen. Als Epilog!

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Ist der augenblickliche Digitalisierungshype nicht ein wenig übertrieben?

Es vergeht fast kein Tag mehr, an dem nicht in den Tageszeitungen etwas zum Thema Digitalisierung der Unternehmen zu lesen ist. Dabei wird auch immer angemahnt, dass die Wirtschaft bzgl. der Umsetzung nun schnell handeln muss. Insgesamt wird schon ein großer Hype um dieses Thema gemacht, aber ist das nicht alles ein wenig übertrieben?

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Emotionen in der Kapitalanlage. Was hat sich in den letzten Jahren geändert?

Kennen Sie das noch „aus alten Zeiten“? Es wurde die Börsenemission eines neuen Unternehmens bekanntgegeben und man „bewarb“ sich bei seiner Hausbank darum, neue Aktien dieses dann zur Notierung anstehenden Unternehmens zu erwerben? Schließlich war es klar, dass man damit nur Geld gewinnen konnte, bestand doch ein logischer Automatismus darin, dass der Kurs kurze Zeit nach Börsengang schon deutlich über dem Emissionskurs lag. Der Kursgewinn war vorhersehbar. An welcher Emission man sich beteiligte und was das Unternehmen von seinem Geschäft her macht, war eigentlich unwichtig. Es zählte der schnelle Gewinn, den man dadurch zu optimieren versuchte, in dem man über möglichst viele Bankverbindungen versuchte, neue Aktien dieser Emission zu zeichnen.

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Steht Deutschland in 2016 wirklich vor dem Ausverkauf durch Investoren?

Das liest man oft: Viele Investoren haben volle Taschen und genügend „Kriegskasse“, um zum Investieren und auch um weitere Unternehmen dazu zu kaufen. Zugute kommt auch noch die viel zitierte Zinspolitik des „billigen Geldes“, die es deutlich vereinfacht, für Kaufpreise auch zusätzlich noch Darlehen günstig aufzunehmen. Demzufolge müssten ja in diesen Zeiten die Unternehmenskaufpreise deutlich steigen. Das tun sie in vielen Fällen auch, wie man immer wieder der Presse entnehmen kann.

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Innovation im Mittelstand – Ein hartes Stück Arbeit zur Zukunftssicherung des Unternehmens

Ist der deutsche Mittelstand fit für Innovation? Woran misst sich eigentlich die Innovationskraft eines Unternehmens oder einer Marke? Welche Rolle spielt die dabei die Innovationskultur in einem Unternehmen? Diesen Gedanken und weiteren Fragen bin ich in meinem letzten Beitrag auf den Grund gegangen. Und weil das Thema Innovation nicht nur unerschöpflich spannend ist, sondern auch für jeden Unternehmer verpflichtend ist, haben wir es als Schwerpunktthema auf dem letzten Industrie-Expertentreffen von ALLISTRO CAPITAL auf die Agenda genommen. In den Vorträgen haben unsere drei hochkarätigen Gast-Referenten hierzu ihre Perspektive dargestellt und tiefe Einblicke aus dem Bereich der dynamischen und hoch innovativen Medizintechnik und eines international ausgerichteten und globalen tätigen Technologieunternehmens gegeben. Im anschließenden fachlichen Exkurs ging es um die Kernfragen: Welches sind die Schlüsselelemente einer zukünftigen Innovationskultur? Welche Herausforderungen sehen Sie an die Entwicklung und Gestaltung einer innovationsorientierten Unternehmenskultur? Die Antworten auf diese Fragen sind vielseitig. Hat man sich erst einmal darauf eingelassen, sich mit dem Thema Innovationen zu beschäftigen, kommen immer neue Aspekte und Sichtweisen an einen heran. 

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Ist der deutsche Mittelstand fit für Innovation?

Ist der deutsche Mittelstand fit für Innovation? Diese Frage richtet sich meines Erachtens heute nicht nur an den Innovationsstandort Deutschland insgesamt, sondern an jedes Unternehmen, jeden Unternehmer und nicht zuletzt an jeden  Mitarbeiter. Es zeichnet sind immer deutlicher ab, dass unser künftiger Wohlstand und die Beschäftigung maßgeblich von der Innovationskraft abhängig sind, die von der Gesellschaft, den Unternehmen und den Menschen mobilisiert werden kann.

Allerdings verschärft sich nicht nur der Innovationswettbewerb, sondern es ist zudem eine Veränderung des Charakters und des Verständnisses von Innovation zu beobachten. Durch die zunehmende Komplexität von Produkten und Leistungen und eine wachsende Verknüpfung von technischen und sozialen Innovationen wird es sicherlich in Zukunft nicht mehr genügen, das, was man bislang gemacht hat, genauso wie heute oder einfach noch schneller zu machen.

Die Herausforderung besteht vielmehr darin, einen ganzheitlichen, systemischen Blick auf Innovationen zu werfen und die vielfältigen Wechselwirkungen von organisationalen, qualifikatorischen, technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen zu antizipieren und zu gestalten. Anders ausgedrückt: Ein Innovationsverständnis, das sich allein auf technische Innovationen beruft, wird nicht genügen, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.  Da dieses Thema so ungemein wichtig ist – nicht nur für unserer eigenes Tun – haben wir es bei ALLISTRO CAPITAL auf die Agenda genommen. Erste Gedanken, Hintergründe und Informationen hierzu habe ich für “Innovationsinteressierte” zusammengestellt.

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Sommer: Die Zeit der Betriebsferien, der Sonne und des Glücks.

Hurra, ich bin im Urlaub! Dieses Jahr hat es meine Familie und mich auf eine der wunderschönen Mittelmeerinseln getrieben. Beeindruckende Architektur, fantastische Landschaften, nette Menschen, gutes Essen und vieles mehr. Leider gibt es auch W-LAN und somit ist „man“ dann auch während dieser, für die Erholung so wichtigen Zeit, immer mal wieder online. Und wenn dann – ganz zufällig – der Rechner dann doch mal eingeschaltet wird, um die E-Mails zu checken, dann liest man natürlich auch mal schnell in der Wirtschaftspresse, was in der Heimat so passiert. Natürlich hauptsächlich die guten Nachrichten, wie bspw.: Die Wirtschaft in Deutschland wächst! Prima, die Bundesregierung rechnet mit einem noch stärkeren Wirtschaftswachstum für dieses und nächstes Jahr als bisher angekündigt. Den neusten Prognosen zufolge sollen in 2015 und 2016 ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent zu erwarten sein. Diese frohe Botschaft verkündete Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Die Schätzung lag bis dorthin bei rund 1,5 Prozent für 2015 und 1,6 Prozent für nächstes Jahr. Ein Grund zur Freude!?

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Schwierige Rahmenbedingungen für Anleger?

Die Anleger haben es heute genauso schwer, wie vor ein paar Jahren. Fast sieben Jahre ist es her, als die Investmentbank Lehman im September 2008 Insolvenz anmelden musste. Turbulente Jahre, die Anlegern enorme Chancen und Risiken boten. Doch der Blick auf die vergangenen Jahre bietet überraschende Erkenntnisse. Die Rahmenbedingungen der Anlageentscheidung haben sich geändert: Dachte man früher noch an festverzinsliche Wertpapiere, Aktien oder Immobilien als Anlagewerte, gibt es heute keine nennenswerte Verzinsung mehr auf Anleihen und die Flucht  der Anleger in „Betongold“ ist wohl auch bald ausgereizt.

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Erfolgsrezept Clustermanagement

Die Verknüpfung von Unternehmen in Kooperationen und Netzwerken ist historisch betrachtet keine Innovation der letzten Jahre. Seitdem es Unternehmen gibt, existieren Unternehmenskooperationen und Unternehmensnetzwerke.  Der Begriff „Cluster“ wurde schon zu Zeiten der Gebrüder Grimm in der deutschen Sprache gebraucht. Hier wird ein „Kluster“ als ein „Klump von Früchten“ beschrieben, „was dicht und dick zusammensitzet“. Im Englischen steht der Begriff „Cluster“ ebenfalls für Trauben und Haufen bzw. Ballung. Heute ist der Begriff als Anglizismus in die deutsche Sprache eingegangen. Michael E. Porter, US-amerikanischer Ökonom und Universitätsprofessor für Wirtschaftswissenschaft am Institute for Strategy and Competitiveness an der Harvard Business School, rückte den Begriff „Cluster“ in seiner Veröffentlichung „The Competetive Advantage of Nations“ (1990) neben diesen Zusammenschlussformen ins fachöffentliche Interesse der Raum- und Wirtschaftswissenschaften.  Als das bekannteste und am meisten zitierte Cluster gilt das IT- und Hightech Cluster Silicon Valley in San Francisco.