Wo scheint im Beteiligungsmarkt die Sonne?

Es herrschen positive Zeiten für Beteiligungsgesellschaften, die mit gut gefüllten Kassen nach passenden Unternehmenskäufen Ausschau halten. Auch die Konjunktur spielt unverändert mit – was will man mehr! Okay, die Haltedauer von Beteiligungen werden für die Fonds länger, weil es einfach auch mehr Zeit bedarf, die Portfolio-Gesellschaften weiterzuentwickeln. Auch der Kapitalmarktzins bietet so manche Verlockung, den Preis für den Erwerb des Unternehmens seiner Wahl mit einem hohen Fremdkapitalanteil auszustatten. Ebenso hat sich die Akzeptanz gegenüber Beteiligungsgesellschaften aus Sicht der Familiengesellschaften in den letzten Jahren positiv verändert, wie PricewaterhouseCoopers (PwC) zuletzt in seiner Befragung „Private Equity in Familienunternehmen – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“ von mehr als 300 Entscheidern festgestellt hat. Endlich!

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Steht Deutschland in 2016 wirklich vor dem Ausverkauf durch Investoren?

Das liest man oft: Viele Investoren haben volle Taschen und genügend „Kriegskasse“, um zum Investieren und auch um weitere Unternehmen dazu zu kaufen. Zugute kommt auch noch die viel zitierte Zinspolitik des „billigen Geldes“, die es deutlich vereinfacht, für Kaufpreise auch zusätzlich noch Darlehen günstig aufzunehmen. Demzufolge müssten ja in diesen Zeiten die Unternehmenskaufpreise deutlich steigen. Das tun sie in vielen Fällen auch, wie man immer wieder der Presse entnehmen kann.

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Schwierige Rahmenbedingungen für Anleger?

Die Anleger haben es heute genauso schwer, wie vor ein paar Jahren. Fast sieben Jahre ist es her, als die Investmentbank Lehman im September 2008 Insolvenz anmelden musste. Turbulente Jahre, die Anlegern enorme Chancen und Risiken boten. Doch der Blick auf die vergangenen Jahre bietet überraschende Erkenntnisse. Die Rahmenbedingungen der Anlageentscheidung haben sich geändert: Dachte man früher noch an festverzinsliche Wertpapiere, Aktien oder Immobilien als Anlagewerte, gibt es heute keine nennenswerte Verzinsung mehr auf Anleihen und die Flucht  der Anleger in „Betongold“ ist wohl auch bald ausgereizt.

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Der Einfluss der Börse auf eine gute Aktienkultur

Es ist gerade erst einmal 18 Jahre her, da hatten viele mittelständische Unternehmer nur ein Ziel: Den Gang Ihres Unternehmens an die Börse. Das war schick. Zwar ist es längst kein Geheimnis mehr, dass viele Unternehmer mit dieser Maßnahme die Ziellinie, nämlich den Börsengang mit der Startlinie verwechselten. Aber die Erfahrung der unzähligen Analystengespräche, der endlosen Jagd nach neuen Geschichten und Strategien die diese erzählen mussten, zeigt Ihnen sehr schnell, dass der Börsengang wirklich nur die Startlinie war und gelistet zu sein, keine Nebenbeschäftigung ist.

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Auf Messers Schneide: Die zunehmende Reglementierung kann auch die wirtschaftliche Entwicklung von Volkswirtschaften beeinflussen

Zugegebenermaßen kann man bei den lauten Äußerungen großer Wirtschaftstheoretiker derzeit nur aufhorchen: So beschreibt der US-Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz in seinem aktuellen Interview des Handelsblatts vom 6. Oktober 2014 die Gefahr des deutschen Spardiktates für Europa, weil aus seiner Sicht damit auf der Wachstumsseite wichtige in die Zukunft gerichtete Impulse fehlen werden. Ich bin gespannt, ob er Recht behalten wird, hoffe es aber nicht. Auch seine Empfehlung, jetzt mit Eurobonds zu operieren, lässt sich nicht klar hinsichtlich des Punktes durchdefinieren, wer diese dann kaufen bzw. bezahlen soll.

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Gesundheitswirtschaft der Zukunft und die Herausforderungen an den Mittelstand

Was bringt die Zukunft für meine Gesundheit? Wie wird das Thema Gesundheit die Gesellschaft von morgen beeinflussen? Sind die Unternehmen innovativ genug, um den zukünftigen Herausforderungen begegnen zu können. Mit diesen und weiteren Fragen hatten wir uns in der letzten Ausgabe unseres Themenbriefes beschäftigt. Und: dieses Thema lässt mich einfach nicht los. Wie auch? Die Wirtschaftsmedien berichten immer wieder von fantastischen Applikationen, Technologien und Erfindungen. Zuletzt ging die WirtschaftsWoche in ihrer Ausgabe 37 vom 8.9.2013 auf das Thema ein. „iPhone auf Rezept“ titelt die Top-Story. Beschrieben wird wie Apple, Google und Co. die Ärzte, Pharmakonzerne und Versicherer angreifen, um den Menschen dabei zu helfen, gesünder zu leben und Krankheiten zu besiegen. Diesen Artikel sollte man gelesen haben.

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Mit richtigem Riecher, taffem Businessplan, seltenen Rohstoffen und mittelständischen Unternehmergeist nach ganz oben

Wer hat es in den letzten Wochen nicht wenigstens einmal selber gesehen, darüber gelesen oder gesprochen? Worüber? Über Heidi Klum und ihre Geschäftstüchtigkeit. Natürlich auch über ihre Jungs, die Juroren und die schönen Kandidatinnen. Nicht nur im Fernsehen, im Internet, in der Regenbogenpresse und in den Tageszeitungen sind die lobenden und kritischen Berichte zu finden. Nein, sogar in den Wirtschaftstiteln wie dem Handelsblatt wird über die erfolgreiche Unternehmerin berichtet. „Die Gelddruckmaschine der Heidi Klum“ oder „Bayer setzt auf schöne Geschäfte mit der Gesundheit“ lauten die Headlines. Heidi Klum hat es mit viel Geschick, Zielstrebigkeit und Unternehmertum an die Spitze geschafft. Und sie macht entschlossen weiter. Ob 2015 in der 10. Staffel dann auch noch die gleichen Partner auf den Chef- bzw. Jurorensesseln sitzen, ist noch nicht ganz klar.

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Die Attraktivität von Club-Deals und Co-Investments

Auch wenn man dem Bundesverband öffentlicher Banken (VÖB)  in seiner jüngsten Einschätzung noch nicht ganz Glauben schenken mag, dass die Renditen langfristiger deutscher Staatsanleihen bald steigen werden, steht ganz unabhängig davon fest: Es gibt immer noch alternative attraktive Anlagemöglichkeiten. Zum Beispiel ist die Beteiligung an mittelständischen nicht börsennotierten Unternehmen schon immer eine lukrative  Anlagemöglichkeit gewesen und nicht solchen Attraktivitätsschwankungen unterlegen wie Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere. Das sieht nicht nur die Mehrzahl der ohnehin in diese Anlageform Investierenden so. Um sich hierbei Investitionsmöglichkeiten zu sichern, organisieren sowohl Beteiligungsgesellschaften als auch  Unternehmerfamilien jeweils gerne sogenannte „Club-Deals“. Dazu  bedarf es einer klaren Agenda, da diese Deals doch viel komplexer sind, als der erste Eindruck es erahnen lässt. Vielleicht ist das ja auch der Grund dafür, weshalb bei Familiengesellschaften mehr über diese Form der Investmentmöglichkeit gesprochen wird als letztlich Transaktionen solcher Struktur tatsächlich umgesetzt werden. Weiterlesen

Wann ein Beteiligungskapital-Branchenbarometer weiterhelfen kann und wann nicht

Für interessierte Anleger wird das Dilemma immer größer: Zum einen wollen Sie aufgrund der Niedrigzinsphase unbedingt ihr Portfolio in attraktivere Anlagen umschichten, aber sie leiden wie fast alle unter dem „Status Quo Bias“-Dilemma, was sie oft davon abhält genau dieses zu tun. Haben sie sich zum anderen dann dennoch dazu durchgerungen, z.B. auch in privates Beteiligungskapital abseits der Börse investieren zu wollen, wird es nicht einfacher, eine richtige Auswahl zu treffen. Zum einen liest man in Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazinen über einzelne große Fondsmanager und deren Transaktionen, die gerade erfolgreich waren. Zum anderen kann man sich bzgl. der Zukunftseinschätzungen auch der jeweiligen Branchenbarometer bedienen, die oftmals quartalsweise berichten. Aber hier empfiehlt es sich, Vorsicht walten zu lassen, wie ich es in vielen Gesprächen mit Anlageinteressierten zuletzt erfahren habe. Das „Deutsche Private Equity Stimmungsbarometer“ ist wie alle Barometer nur eine sehr bedingt hilfreiche Unterstützung bei der Entscheidung, ob und wann man in privates Beteiligungskapital investieren sollte.

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Passen offene Fonds-Strukturen zu langfristigen Private Equity Investments?

Warum hat sich bei Anlegern die Einstellung gegenüber offenen Fonds seit der letzten Finanzkrise nur kaum geändert?

Was dabei gelernt wurde, kann auf der jetzigen Nachfrageseite von offenen Fonds wohl zu einer Wiederholung des bislang Erfahrenen führen. Langfristige Mittelverwendung braucht eine zeitlich planbare Mittelherkunft. Auch für  Beteiligungsgesellschaften gilt auf der Fondsebene das Gesetz der Fristenkongruenz, so dass nur eine kalkulierbare langfristige Mittelherkunft auch den Handlungsfreiraum und die Sicherheit für die Mittelverwendung gibt. Geschlossene Fonds bieten zudem bei gesamtwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen einen für das Fondsmanagement besseren Handlungsfreiraum, der letztlich auch dem Fondsgesellschafter zugutekommt. Weiterlesen