Vertrauen ist die härteste Währung des Mittelstands

Lassen Sie sich doch kurz in eine andere Gedankenwelt führen. Angenommen, Sie produzieren E-Zigaretten, die bei der Nutzung durch den Kunden bestimmte Schadstoffwerte nicht übersteigen dürfen. Kein Problem, das schafft man auch gegenüber der Zulassung, bevor das Produkt am Markt eingeführt wird. Nach einigen Jahren des erfolgreichen Verkaufs stellen Experten fest, dass die eingebauten Filter im Zeitablauf nicht ausreichend sind, um den Benutzer entsprechend zu schützen. Wie verhalten sich denn Mittelstandsunternehmer als Produzenten, wenn Sie von der Filterschwäche erfahren?

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Die Erfolgsfaktoren im Mittelstand

Wie zukunftsfähig sind die „alten unternehmerischen Werte“ in einer sich rasant verändernden Welt?

Gleich zu Beginn des neuen Jahres werden wieder viele erfolgreiche Unternehmer für ihre zum Teil bemerkenswerten unternehmerischen Leistungen ausgezeichnet, die sie innerhalb der letzten Jahre oder Jahrzehnte erzielt haben. Sei es mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung durch das Kompetenznetz-Mittelstand oder beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer 2017 im Schwäbisch Hall, einer Top-Veranstaltung in der „Heimat der Weltmarktführer“, auf dem die Hidden Champions des deutschen Mittelstandes zeigen, wie man Weltmarktführer wird und bleibt. Aber auch ohne den Blick auf die großen Bühnen zu werfen, bin ich durch die vielen Treffen und Gespräche mit mittelständischen Unternehmern immer wieder davon beeindruckt, was diese geschaffen haben und vor allem auch, wie sie es gemacht haben.

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Niedrigzins: Was passiert wenn…?

In den letzten Monaten werde ich auch immer häufiger gefragt, ob nach meiner Einschätzung der aktuelle Zins in den nächsten Jahren auf dem jetzigen niedrigen Niveau bleiben wird.

Ich finde eine passende Antwort sehr schwer, hängt die weitere Zinsentwicklung doch von so vielen einzelnen schwer abschätzbaren Faktoren ab. Aber reizvoll ist es, dieses Szenario einmal durchzuspielen. Also, was wäre, wenn der Zins längerfristig auf diesem Zinsniveau verharren sollte?

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Ist der deutsche Mittelstand fit für Innovation?

Ist der deutsche Mittelstand fit für Innovation? Diese Frage richtet sich meines Erachtens heute nicht nur an den Innovationsstandort Deutschland insgesamt, sondern an jedes Unternehmen, jeden Unternehmer und nicht zuletzt an jeden  Mitarbeiter. Es zeichnet sind immer deutlicher ab, dass unser künftiger Wohlstand und die Beschäftigung maßgeblich von der Innovationskraft abhängig sind, die von der Gesellschaft, den Unternehmen und den Menschen mobilisiert werden kann.

Allerdings verschärft sich nicht nur der Innovationswettbewerb, sondern es ist zudem eine Veränderung des Charakters und des Verständnisses von Innovation zu beobachten. Durch die zunehmende Komplexität von Produkten und Leistungen und eine wachsende Verknüpfung von technischen und sozialen Innovationen wird es sicherlich in Zukunft nicht mehr genügen, das, was man bislang gemacht hat, genauso wie heute oder einfach noch schneller zu machen.

Die Herausforderung besteht vielmehr darin, einen ganzheitlichen, systemischen Blick auf Innovationen zu werfen und die vielfältigen Wechselwirkungen von organisationalen, qualifikatorischen, technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen zu antizipieren und zu gestalten. Anders ausgedrückt: Ein Innovationsverständnis, das sich allein auf technische Innovationen beruft, wird nicht genügen, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.  Da dieses Thema so ungemein wichtig ist – nicht nur für unserer eigenes Tun – haben wir es bei ALLISTRO CAPITAL auf die Agenda genommen. Erste Gedanken, Hintergründe und Informationen hierzu habe ich für „Innovationsinteressierte“ zusammengestellt.

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Sommer: Die Zeit der Betriebsferien, der Sonne und des Glücks.

Hurra, ich bin im Urlaub! Dieses Jahr hat es meine Familie und mich auf eine der wunderschönen Mittelmeerinseln getrieben. Beeindruckende Architektur, fantastische Landschaften, nette Menschen, gutes Essen und vieles mehr. Leider gibt es auch W-LAN und somit ist „man“ dann auch während dieser, für die Erholung so wichtigen Zeit, immer mal wieder online. Und wenn dann – ganz zufällig – der Rechner dann doch mal eingeschaltet wird, um die E-Mails zu checken, dann liest man natürlich auch mal schnell in der Wirtschaftspresse, was in der Heimat so passiert. Natürlich hauptsächlich die guten Nachrichten, wie bspw.: Die Wirtschaft in Deutschland wächst! Prima, die Bundesregierung rechnet mit einem noch stärkeren Wirtschaftswachstum für dieses und nächstes Jahr als bisher angekündigt. Den neusten Prognosen zufolge sollen in 2015 und 2016 ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent zu erwarten sein. Diese frohe Botschaft verkündete Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Die Schätzung lag bis dorthin bei rund 1,5 Prozent für 2015 und 1,6 Prozent für nächstes Jahr. Ein Grund zur Freude!?

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Erfolgsrezept Clustermanagement

Die Verknüpfung von Unternehmen in Kooperationen und Netzwerken ist historisch betrachtet keine Innovation der letzten Jahre. Seitdem es Unternehmen gibt, existieren Unternehmenskooperationen und Unternehmensnetzwerke.  Der Begriff „Cluster“ wurde schon zu Zeiten der Gebrüder Grimm in der deutschen Sprache gebraucht. Hier wird ein „Kluster“ als ein „Klump von Früchten“ beschrieben, „was dicht und dick zusammensitzet“. Im Englischen steht der Begriff „Cluster“ ebenfalls für Trauben und Haufen bzw. Ballung. Heute ist der Begriff als Anglizismus in die deutsche Sprache eingegangen. Michael E. Porter, US-amerikanischer Ökonom und Universitätsprofessor für Wirtschaftswissenschaft am Institute for Strategy and Competitiveness an der Harvard Business School, rückte den Begriff „Cluster“ in seiner Veröffentlichung „The Competetive Advantage of Nations“ (1990) neben diesen Zusammenschlussformen ins fachöffentliche Interesse der Raum- und Wirtschaftswissenschaften.  Als das bekannteste und am meisten zitierte Cluster gilt das IT- und Hightech Cluster Silicon Valley in San Francisco.

Das Jahr 2015, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland und die Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand

Die russische und deutsche Wirtschaft sind eng miteinander verbunden und Russland ist aufgrund des anhaltend hohen Modernisierungsbedarfs seiner Wirtschaft ein wichtiger Absatzmarkt für deutsche Investitionsgüter. Allein in 2012 wurde ein Handelsvolumen von 80,5 Milliarden Euro erreicht. Dies ist ein Rekordergebnis zwischen diesen beiden Ländern. Jedoch gingen mit der Krim-Krise bestimmte Wirtschaftssanktionen einher, die dieser Kooperation nachhaltig schaden.

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Jetzt haben wir eine 30-Prozent-Frauen-Quote und bekommen Ampelfrauchen statt Ampelmännchen

Zugegeben, das Thema Frauenquote steht eigentlich nicht ganz oben auf meiner aktuellen Arbeits-Agenda. Aber als dann die Posten-Quote von Frauen in der deutschen Wirtschaft um ein ganz entscheidendes Argument bereichert wurde, hat es mich doch gereizt, einen Kommentar darüber in meinem Blog zu schreiben. Es geht um die Millionen schwere Umrüstung von Ampelmännchen auf Ampelfrauchen! Aber nicht nur!! Die Argumente für und wider sind hinreichend ausgetauscht. Auf den politischen Bühnen, in den Medien, Verbänden und an den Stammtischen (oder besser Küchentischen)?

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Geht dem Mittelstand der Führungsnachwuchs aus?

Die Suche nach einem geeigneten Unternehmensnachfolger im Mittelstand scheint zu einem immer größeren Problem zu werden. In der F.A.Z. vom 10.11.2014 war es in großen Lettern zu lesen: Junior-Chef verzweifelt gesucht. Und die aktuelle Untersuchung der Deutschen Industrie und Handelskammer (DIHK) liefert hierzu die Zahlen, Daten, Fakten. So sollen ganze 40 Prozent der Mittelständler in Deutschland keinen Nachfolger mehr finden.

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Auf Messers Schneide: Die zunehmende Reglementierung kann auch die wirtschaftliche Entwicklung von Volkswirtschaften beeinflussen

Zugegebenermaßen kann man bei den lauten Äußerungen großer Wirtschaftstheoretiker derzeit nur aufhorchen: So beschreibt der US-Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz in seinem aktuellen Interview des Handelsblatts vom 6. Oktober 2014 die Gefahr des deutschen Spardiktates für Europa, weil aus seiner Sicht damit auf der Wachstumsseite wichtige in die Zukunft gerichtete Impulse fehlen werden. Ich bin gespannt, ob er Recht behalten wird, hoffe es aber nicht. Auch seine Empfehlung, jetzt mit Eurobonds zu operieren, lässt sich nicht klar hinsichtlich des Punktes durchdefinieren, wer diese dann kaufen bzw. bezahlen soll.

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