Die Attraktivität von Club-Deals und Co-Investments

Auch wenn man dem Bundesverband öffentlicher Banken (VÖB)  in seiner jüngsten Einschätzung noch nicht ganz Glauben schenken mag, dass die Renditen langfristiger deutscher Staatsanleihen bald steigen werden, steht ganz unabhängig davon fest: Es gibt immer noch alternative attraktive Anlagemöglichkeiten. Zum Beispiel ist die Beteiligung an mittelständischen nicht börsennotierten Unternehmen schon immer eine lukrative  Anlagemöglichkeit gewesen und nicht solchen Attraktivitätsschwankungen unterlegen wie Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere. Das sieht nicht nur die Mehrzahl der ohnehin in diese Anlageform Investierenden so. Um sich hierbei Investitionsmöglichkeiten zu sichern, organisieren sowohl Beteiligungsgesellschaften als auch  Unternehmerfamilien jeweils gerne sogenannte „Club-Deals“. Dazu  bedarf es einer klaren Agenda, da diese Deals doch viel komplexer sind, als der erste Eindruck es erahnen lässt. Vielleicht ist das ja auch der Grund dafür, weshalb bei Familiengesellschaften mehr über diese Form der Investmentmöglichkeit gesprochen wird als letztlich Transaktionen solcher Struktur tatsächlich umgesetzt werden. Weiterlesen

Fähigkeitsnachweise und Eigeninteressen von (Eigen-) Kapitalanlage-Verantwortlichen und Politikern

Tiefere Gedanken darüber habe ich mir nur ab und zu gemacht, aber teilweise war ich  schon sehr verwundert, wenn ich in Fernseh-Interviews mit Politikern zur Prime Time offensichtlich erkennen musste, dass diese gefragt, „Sie mögen doch bitte einmal erklären, wozu gerade Sie gerade im Bundestag abgestimmt haben“, keine Antwort geben konnten. Die gewählten Vertreter des Volkes wissen demzufolge nicht immer – oder nur selten – worüber sie eigentlich abstimmen sollen, tun dies aber dennoch! Da kann man sich oft des Eindrucks nicht verwehren, dass diese zu einzelnen Fragen eher Nachhilfe benötigen, statt zu antworten. Die Welt ist wohl zu komplex geworden.

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Können sich durch die neue Richtlinie für alternative Investment Fonds (AIFM) Vorfälle wie der bei S&K wiederholen?

Ich war doch sehr bestürzt, als ich in den letzten zwei Wochen die Berichte über die Vorgehensweise der S&K Immobilienfonds-Gesellschaft und deren Manager in der Wirtschafts- und Tagespresse las. Demzufolge haben die Chefs der S&K-Gruppe aus Frankfurt, die 2000 gegründet wurde, lieber in ihren aufwendigen und luxuriösen Lebensstil investiert, statt das Geld tausender Anleger in Immobilien ordentlich anzulegen. Und nicht nur das: In diesen Anlageskandal soll nicht nur die S&K-Gruppe allein verwickelt sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt umfassend und arbeitet sich durch die Strukturen von den mehr als 100 Gesellschaften, die mit dem Betrug in Verbindung stehen könnten. Die Geschäftsräume des Hamburger Partners United Investors und von DCM Deutsche Capital Management AG wurden mittlerweile auch durchsucht. Von weiteren Großrazzien, vor allem bei der FIHM Fonds und Immobilien Holding München AG und die SHB Innovative Fondskonzepte AG, gehen die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwälte aus. Und: Es sollen auch klassische Banken sind in den Fall verwickelt sein. Sie haben den Vertrieb geschlossener Fonds, zu denen auch die Produkte der S&K-Gruppe zählen, an Tochtergesellschaften ausgelagert.

Zeichnet sich hier ein neuer Milliardenskandal ab? Die Staatsanwaltschaft wird hoffentlich alles an den Tag bringen.

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