Vertrauen ist die härteste Währung des Mittelstands

Lassen Sie sich doch kurz in eine andere Gedankenwelt führen. Angenommen, Sie produzieren E-Zigaretten, die bei der Nutzung durch den Kunden bestimmte Schadstoffwerte nicht übersteigen dürfen. Kein Problem, das schafft man auch gegenüber der Zulassung, bevor das Produkt am Markt eingeführt wird. Nach einigen Jahren des erfolgreichen Verkaufs stellen Experten fest, dass die eingebauten Filter im Zeitablauf nicht ausreichend sind, um den Benutzer entsprechend zu schützen. Wie verhalten sich denn Mittelstandsunternehmer als Produzenten, wenn Sie von der Filterschwäche erfahren?

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Die Erfolgsfaktoren im Mittelstand

Wie zukunftsfähig sind die „alten unternehmerischen Werte“ in einer sich rasant verändernden Welt?

Gleich zu Beginn des neuen Jahres werden wieder viele erfolgreiche Unternehmer für ihre zum Teil bemerkenswerten unternehmerischen Leistungen ausgezeichnet, die sie innerhalb der letzten Jahre oder Jahrzehnte erzielt haben. Sei es mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung durch das Kompetenznetz-Mittelstand oder beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer 2017 im Schwäbisch Hall, einer Top-Veranstaltung in der „Heimat der Weltmarktführer“, auf dem die Hidden Champions des deutschen Mittelstandes zeigen, wie man Weltmarktführer wird und bleibt. Aber auch ohne den Blick auf die großen Bühnen zu werfen, bin ich durch die vielen Treffen und Gespräche mit mittelständischen Unternehmern immer wieder davon beeindruckt, was diese geschaffen haben und vor allem auch, wie sie es gemacht haben.

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Pulchinellas Geheimnis oder wie sicher sind unsere Unternehmensgeheimnisse?

Das Thema IT- und Datensicherheit begleitet uns auf Schritt und Tritt. Die NSA späht anscheinend ohne Scham Feind und Freund aus und wird dabei von unserem eigenen Bundesnachrichtendienst unterstützt. Im Fokus der „Informationssammlung“ stehen nicht nur Politiker. Es geht auch um Industriespionage. Keiner weiß genau, wer und was auf der Suchwortliste steht.  Eigentlich will das auch gar keiner wirklich wissen. Doch kann man sich überhaupt vor den Späh-Attacken schützen? Kann man überhaupt noch Informationen geheim halten? Und wenn ja, wie? Fragen, die uns in unserem letzten Industrie-Expertentreffen von ALLISTRO CAPITAL Mitte April in Frankfurt beschäftigt haben. Unser Keynote-Redner Tim Cole vertritt in dieser Diskussion überraschende Thesen und beruft sich auf Kim Cameron’s Law: „Sensitive information will be leaked“.

Sein Vortrag „Pulcinellas Geheimnis“ und auch sein aktuelles Buch „Digitale Aufklärung: Warum uns das Internet klüger macht“, das er zusammen mit dem kürzlich verstorbenen Internet-Guru Ossi Urchs herausgebracht hat, habe ich zum Anlass genommen und ihn gebeten, in diesem Monat uns einige drängende Fragen zu diesem so wichtigen Thema in meinem Blog zu beantworten.

 

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Risiko im Mittelstand: Wirtschaftskriminalität als Schadens- und Gefährdungspotenzial

Ist der vorbildhafte deutsche Mittelstand schlecht gegen kriminelle Bedrohungen gerüstet? Expertenschätzungen zufolge beläuft sich der Schaden durch Industriespionage, Diebstähle, Datenmissbrauch, Cybercrime, Erpressung oder andere Delikte auf mehr als 20 Milliarden Euro alleine für den deutschen Mittelstand. Die Statistiken, Studien und Berichte zu den realen Gefahren und angerichteten Schaden lesen sich spannend wie ein Krimi. Der sonst so innovative Mittelstand ist sich zwar der Risiken bewusst, aber nicht bereit konkrete Abwehrmaßnahmen zu ergreifen, um sein wichtigstes Kapital, die Innovationsfähigkeit, zu schützen. Erst wenn es zu spät ist und die Verantwortlichen merken, dass sie Opfer von Wirtschaftskriminellen geworden sind, denken sie über nachhaltige Präventionsmaßnahmen nach. „Aus Schaden wird man klug“, besagt ein altes Sprichwort. Doch warum nicht vorher aus den Fehlern der anderen lernen und eigene Schäden vermeiden, sage ich.

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Der Feind der Zufriedenheit

Das Zufrieden sein ist immer wieder ein schöner Augenblick. Bei so manchen Menschen fragt man sich, warum sie nicht zufrieden sind, da sie ja – aus der eigenen Sicht – doch alles zu haben scheinen. Aber es ist doch schön, wenn (auch die Einwohner) ganze Städte zufrieden mit sich sind, wie es Wolfgang Reuter in seinem Artikel „München leuchtet nicht mehr“ im Handelsblatt vom 3.6.  über die Stadt München berichtet. Diese Zufriedenheit sorgt auch für ein Gefühl der Sicherheit. Nicht nur am erzählten Beispiel der Stadt München kann das ein trügerisches Bild sein.

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Sicherheit versus Spionage und Datenklau. Wie real sind die Gefahren der Wirtschaftskriminalität für den Mittelstand in Deutschland? Ein Gastbeitrag von Friedrich P. Kötter

Man liest es immer wieder in den Medien: Vor allem mittelständische Unternehmen sind vom unerlaubten „Schulterblick“ Dritter in die Unternehmensgeheimnisse und von Hacker-Attacken betroffen. Jüngste Schätzungen zu den durch Wirtschaftsspionage verursachten Schäden für die deutsche Wirtschaft variieren aufgrund der hohen Dunkelziffer zwischen 50 Milliarden[1] und 100 Milliarden Euro pro Jahr.[2] Und wenn man die Statistiken im Bereich Datensicherheit betrachtet, dann kommt man ebenfalls aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die Anzahl der bspw. an eine der führenden Anti-Hacker-Communities gemeldeten Ereig­nisse in der Kategorie „in den letzten 24 Stunden“ zeigt 443.552 und in der Kategorie „in den letzten 30 Tagen“ stolze 12.824.759 wichtige gemeldete Vorfälle an.

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