Der Börsengang zur Lösung der Nachfolgeregelung im Unternehmen

Es ist doch schon verwunderlich, dass bei diesen doch noch recht komfortablen Aktienindices so selten etwas über neue Börsengänge zu lesen ist. Jüngst haben erst der dänische Medikamentenhersteller ABACUS und auch der deutsche Technologie-Investor Primepulse ihre Börsengänge abgesagt. Die Börse befindet sich zwar derzeit in einer volatilen Situation, aber doch eigentlich immer noch in einem attraktiven Umfeld. Oder? Auch als Instrument der klassischen Unternehmens Nachfolgeregelung außerhalb der Welt großer, international agierender Konzerne kann es genutzt werden, wie man aktuell am Fall des Familienunternehmens Knorr-Bremse Aktiengesellschaft sieht, das vor einigen Wochen den Gang an die Börse wagte.

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Die positiven Effekte der Savanne Afrikas auf nicht börsennotierte Beteiligungsgesellschaften

Alle haben darauf gewartet, nun ist es seit kurzer Zeit deutlich sichtbar: Die Aktienkurse kennen nicht länger nur eine Richtung, sondern sind volatiler geworden. Vielleicht wegen der sich zeitlich nähernden Erwartung steigender Zinsen? Eigentlich hätte ich in den Titel dieses Blogs noch das Wort „künstliche Intelligenz“ einfügen müssen, aber das erschien mir dann doch zu viel. Künstliche Intelligenz in diesem Zusammenhang vielleicht, weil angeblich auch Computersysteme dafür sorgten, dass sich zuletzt Aktienkurse und Indices initial ohne Vorwarnung veränderten. Das ist im Kern nicht wirklich verwunderlich, wenn man einmal betrachtet, dass viele Kapitalanlageprogramme automatisiert verwaltet werden und auf Basis vergleichbarer Algorithmen sehr ähnlich ihre Mittel anlegen. Ich habe den Eindruck, dass selbst die Börsen trotz intensiver Ursachenforschung nicht immer genau feststellen können, was die Auslöser solcher Kursabstürze sind.

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Wo scheint im Beteiligungsmarkt die Sonne?

Es herrschen positive Zeiten für Beteiligungsgesellschaften, die mit gut gefüllten Kassen nach passenden Unternehmenskäufen Ausschau halten. Auch die Konjunktur spielt unverändert mit – was will man mehr! Okay, die Haltedauer von Beteiligungen werden für die Fonds länger, weil es einfach auch mehr Zeit bedarf, die Portfolio-Gesellschaften weiterzuentwickeln. Auch der Kapitalmarktzins bietet so manche Verlockung, den Preis für den Erwerb des Unternehmens seiner Wahl mit einem hohen Fremdkapitalanteil auszustatten. Ebenso hat sich die Akzeptanz gegenüber Beteiligungsgesellschaften aus Sicht der Familiengesellschaften in den letzten Jahren positiv verändert, wie PricewaterhouseCoopers (PwC) zuletzt in seiner Befragung „Private Equity in Familienunternehmen – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“ von mehr als 300 Entscheidern festgestellt hat. Endlich!

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Steht Deutschland in 2016 wirklich vor dem Ausverkauf durch Investoren?

Das liest man oft: Viele Investoren haben volle Taschen und genügend „Kriegskasse“, um zum Investieren und auch um weitere Unternehmen dazu zu kaufen. Zugute kommt auch noch die viel zitierte Zinspolitik des „billigen Geldes“, die es deutlich vereinfacht, für Kaufpreise auch zusätzlich noch Darlehen günstig aufzunehmen. Demzufolge müssten ja in diesen Zeiten die Unternehmenskaufpreise deutlich steigen. Das tun sie in vielen Fällen auch, wie man immer wieder der Presse entnehmen kann.

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Schwierige Rahmenbedingungen für Anleger?

Die Anleger haben es heute genauso schwer, wie vor ein paar Jahren. Fast sieben Jahre ist es her, als die Investmentbank Lehman im September 2008 Insolvenz anmelden musste. Turbulente Jahre, die Anlegern enorme Chancen und Risiken boten. Doch der Blick auf die vergangenen Jahre bietet überraschende Erkenntnisse. Die Rahmenbedingungen der Anlageentscheidung haben sich geändert: Dachte man früher noch an festverzinsliche Wertpapiere, Aktien oder Immobilien als Anlagewerte, gibt es heute keine nennenswerte Verzinsung mehr auf Anleihen und die Flucht  der Anleger in „Betongold“ ist wohl auch bald ausgereizt.

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Der Einfluss der Börse auf eine gute Aktienkultur

Es ist gerade erst einmal 18 Jahre her, da hatten viele mittelständische Unternehmer nur ein Ziel: Den Gang Ihres Unternehmens an die Börse. Das war schick. Zwar ist es längst kein Geheimnis mehr, dass viele Unternehmer mit dieser Maßnahme die Ziellinie, nämlich den Börsengang mit der Startlinie verwechselten. Aber die Erfahrung der unzähligen Analystengespräche, der endlosen Jagd nach neuen Geschichten und Strategien die diese erzählen mussten, zeigt Ihnen sehr schnell, dass der Börsengang wirklich nur die Startlinie war und gelistet zu sein, keine Nebenbeschäftigung ist.

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Können sich durch die neue Richtlinie für alternative Investment Fonds (AIFM) Vorfälle wie der bei S&K wiederholen?

Ich war doch sehr bestürzt, als ich in den letzten zwei Wochen die Berichte über die Vorgehensweise der S&K Immobilienfonds-Gesellschaft und deren Manager in der Wirtschafts- und Tagespresse las. Demzufolge haben die Chefs der S&K-Gruppe aus Frankfurt, die 2000 gegründet wurde, lieber in ihren aufwendigen und luxuriösen Lebensstil investiert, statt das Geld tausender Anleger in Immobilien ordentlich anzulegen. Und nicht nur das: In diesen Anlageskandal soll nicht nur die S&K-Gruppe allein verwickelt sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt umfassend und arbeitet sich durch die Strukturen von den mehr als 100 Gesellschaften, die mit dem Betrug in Verbindung stehen könnten. Die Geschäftsräume des Hamburger Partners United Investors und von DCM Deutsche Capital Management AG wurden mittlerweile auch durchsucht. Von weiteren Großrazzien, vor allem bei der FIHM Fonds und Immobilien Holding München AG und die SHB Innovative Fondskonzepte AG, gehen die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwälte aus. Und: Es sollen auch klassische Banken sind in den Fall verwickelt sein. Sie haben den Vertrieb geschlossener Fonds, zu denen auch die Produkte der S&K-Gruppe zählen, an Tochtergesellschaften ausgelagert.

Zeichnet sich hier ein neuer Milliardenskandal ab? Die Staatsanwaltschaft wird hoffentlich alles an den Tag bringen.

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Sind Mittelstandsanleihen ein attraktives Produkt?

Unter welchen Voraussetzungen man leichter „ja“ sagen könnte!

Mittelstandsanleihen sind zurzeit stark in Mode. Nicht nur für Emittenten, sondern auch für Anleger sind sie in der jetzigen Niedrigzinsphase eine attraktive Anlagemöglichkeit. Aber Emissionen zeigen, dass die risikoadjustierte Verzinsung nicht immer ganz passt. Irgendwie kommt man als Interessierter auch bei dieser Anlageform nicht daran vorbei, sich selbst intensiv mit dem Emittenten auseinander zu setzen. Mehr als hilfreich ist es, sich dabei auch die Ratingzusammenfassung einmal genau anzuschauen, da die Reputation der Emissionsteilnehmer als Incentive für „nur gute“ Emissionen allein nicht ausreicht. Schade aus Sicht der Anlageinteressierten, dass man bei den emissionsbeteiligten Personen und Institutionen nicht auf das Vertrauenselement des Mitinvestments setzen kann, wie es bei den Managern von Beteiligungsgesellschaften zu Recht eingefordert und zunehmend gehandhabt wird. Weiterlesen

Warum haben Beteiligungsfonds oftmals so ein schlechtes Image?

Vor ein paar Tagen sagte mir ein Vorstandschef einer großen deutschen Bank, dass sich private Anleger nicht nur in Deutschland aufgrund der niedrigen Verzinsung immer eher dazu bereit erklären, einen Teil ihres Vermögens auch in riskantere Anlagen zu investieren, um dadurch eine bessere Verzinsung für ihr Gesamtvermögen erreichen zu können. Er fügte hinzu, dass das nicht immer nur aus „sportlichen Gründen“ geschieht, sondern vielfach der Tatsache geschuldet ist, dass eine bestimmte Ziel-Vermögensposition bis zur geplanten Rente erreicht werden soll, was aufgrund der jetzigen Zinssituation kaum möglich ist. Bestätigt wurde mir der Nachfragetrend zu mehr Risiko in den letzten knapp 10 Wochen auch durch einen bedeutenden Schweizer Asset Manager, der mich letzte Woche anrief.

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Passen offene Fonds-Strukturen zu langfristigen Private Equity Investments?

Warum hat sich bei Anlegern die Einstellung gegenüber offenen Fonds seit der letzten Finanzkrise nur kaum geändert?

Was dabei gelernt wurde, kann auf der jetzigen Nachfrageseite von offenen Fonds wohl zu einer Wiederholung des bislang Erfahrenen führen. Langfristige Mittelverwendung braucht eine zeitlich planbare Mittelherkunft. Auch für  Beteiligungsgesellschaften gilt auf der Fondsebene das Gesetz der Fristenkongruenz, so dass nur eine kalkulierbare langfristige Mittelherkunft auch den Handlungsfreiraum und die Sicherheit für die Mittelverwendung gibt. Geschlossene Fonds bieten zudem bei gesamtwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen einen für das Fondsmanagement besseren Handlungsfreiraum, der letztlich auch dem Fondsgesellschafter zugutekommt. Weiterlesen