Niedrigzins: Was passiert wenn…?

In den letzten Monaten werde ich auch immer häufiger gefragt, ob nach meiner Einschätzung der aktuelle Zins in den nächsten Jahren auf dem jetzigen niedrigen Niveau bleiben wird.

Ich finde eine passende Antwort sehr schwer, hängt die weitere Zinsentwicklung doch von so vielen einzelnen schwer abschätzbaren Faktoren ab. Aber reizvoll ist es, dieses Szenario einmal durchzuspielen. Also, was wäre, wenn der Zins längerfristig auf diesem Zinsniveau verharren sollte?

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Ein Epilog zum Digitalisierungshype

Auch wenn man es anhand der Kommentare auf meinem Blog nicht erkennen kann, hat mein letzter Artikel zum Thema „Digitalisierungshype“ durch viele direkte E-Mail Antworten zu einer für mich erstaunlich großen Resonanz geführt. Insoweit möchte ich das Thema  noch einmal aufgreifen. Als Epilog!

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Sommer: Die Zeit der Betriebsferien, der Sonne und des Glücks.

Hurra, ich bin im Urlaub! Dieses Jahr hat es meine Familie und mich auf eine der wunderschönen Mittelmeerinseln getrieben. Beeindruckende Architektur, fantastische Landschaften, nette Menschen, gutes Essen und vieles mehr. Leider gibt es auch W-LAN und somit ist „man“ dann auch während dieser, für die Erholung so wichtigen Zeit, immer mal wieder online. Und wenn dann – ganz zufällig – der Rechner dann doch mal eingeschaltet wird, um die E-Mails zu checken, dann liest man natürlich auch mal schnell in der Wirtschaftspresse, was in der Heimat so passiert. Natürlich hauptsächlich die guten Nachrichten, wie bspw.: Die Wirtschaft in Deutschland wächst! Prima, die Bundesregierung rechnet mit einem noch stärkeren Wirtschaftswachstum für dieses und nächstes Jahr als bisher angekündigt. Den neusten Prognosen zufolge sollen in 2015 und 2016 ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent zu erwarten sein. Diese frohe Botschaft verkündete Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Die Schätzung lag bis dorthin bei rund 1,5 Prozent für 2015 und 1,6 Prozent für nächstes Jahr. Ein Grund zur Freude!?

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Das Jahr 2015, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland und die Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand

Die russische und deutsche Wirtschaft sind eng miteinander verbunden und Russland ist aufgrund des anhaltend hohen Modernisierungsbedarfs seiner Wirtschaft ein wichtiger Absatzmarkt für deutsche Investitionsgüter. Allein in 2012 wurde ein Handelsvolumen von 80,5 Milliarden Euro erreicht. Dies ist ein Rekordergebnis zwischen diesen beiden Ländern. Jedoch gingen mit der Krim-Krise bestimmte Wirtschaftssanktionen einher, die dieser Kooperation nachhaltig schaden.

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Was beschäftigt den deutschen Mittelstand eigentlich im Sommer?

Das soll jetzt nicht nostalgisch klingen! Aber früher… da gab es noch ein richtiges Sommerloch. Eine sonderbare Zeit, in der auf der politischen Bühne erholsam wenig los war und in den Unternehmen Betriebsferien herrschten. Nur auf den Autobahnen, in den Urlaubsquartieren und an den Stränden herrschte Hochkonjunktur. Und heute? Gut, die Autobahnen sind immer noch voll und aus dem politischen Berlin ist so wenig zu hören, dass man mit weiß-blauen „Modellauto-Skandal-Geschichten“ aus München unterhalten wird. Der letzte interessante Sommerloch-Artikel in der Wirtschaftspresse „Mittelstand trotzt dem Sommerloch“ datiert vom Juli 2012. Dafür liest man, dass die deutschen Unternehmen über alle Branchen hinweg ausgelastet sind und der Wirtschaftsmotor brummt. Wenn ich so auf meinen Schreibtisch schaue, dann sehe ich dort auch ganz viel Arbeit. Da scheint also was dran zu sein. Der Blick in die Zeitungsberichte und Info-Grafiken bestätigt diesen Eindruck. Egal ob ifo-Weltwirtschafts-Index, ifo-Geschäftsklima-Index, KfW-ifo-Mittelstandsindex oder IT-Mittelstandsindex, bis zum Beginn der Sommerferien im Juli waren grundsätzlich nur „gute“ Nachrichten zu lesen. Und wie sieht es im Rest des Jahres aus? 

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Mittelstandsunternehmer sehen ihre künftige Profitabilität durch die Energiewende gefährdet

Die deutschsprachigen Länder sind bislang aufgrund ihrer langen auf der Industrie basierenden Wertschöpfungsketten im europäischen Vergleich recht gut durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen. Doch auch in Zukunft muss der Standort für Unternehmen aller Wertschöpfungsstufen attraktiv bleiben und Möglichkeiten zur Entwicklung bieten. Denn eines ist klar: Unternehmen können sich nur im Wettbewerb behaupten, wenn sie ihre Produkte und Dienstleistungen zu konkurrenzfähigen Preisen und Qualitäten auf dem heimischen sowie globalen Markt anbieten können.

Voraussetzung dafür ist eine sichere Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen. Bezogen auf die Energiewende heißt das: Sie darf nicht dazu führen, dass die Belastungen für Unternehmen höher sind als die Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung, die die Energiewende ebenso bietet. Es gilt also, Risiken des „Generationenprojektes“ zu mindern und unter dem Strich einen Gewinn für den Standort zu machen.

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Fördern lebenslange Lehrlizenzen der Beamten den Wohlstand einer Volkswirtschaft?

Wer seine Erfindungen und zum Patent angemeldet hat und Lizenzen vergibt verfügt über technologisches Know-how und eröffnet sich Einnahmequellen. Das ist auch zukünftig einer der wesentlichen Wirtschafts- und Wettbewerbstreiber einer Volkswirtschaft. Doch es reicht nicht aus, erst durch Unterstützung von Inkubatoren oder Business-Angeln Innovationen junger, kreativer Ingenieure marktfähig zu machen. Diese begabten Tüftler müssen erst einmal ihre Fähigkeiten entdecken und Spaß an diesen haben. Und sie müssen gefunden werden. Daher schaut man bei der Betrachtung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit mittlerweile schon über diesen Tellerrand hinaus und fordert in vielen Ländern eine „Bildungsrepublik“ als Lösung. Insoweit muss man einmal die Kette derer, die an der Lehre und Ausbildung beteiligt sind, in die Diskussion mit einbeziehen. Dann wird man sehen, dass insbesondere die lebenslange Lehrlizenz des „Beamtenstatus“ im Bildungssystem einen größeren Einfluss auf den zukünftigen volkswirtschaftlichen Wohlstand hat, als man bislang dachte.

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